Die Kickback Rig hat sich in den letzten Jahren zu einer der effektivsten Finesse-Techniken zum Angeln auf Barsch und Zander entwickelt. Besonders in Situationen, in denen die Fische unter Druck stehen oder passiv sind, kann diese Montage den Unterschied ausmachen.
In diesem Artikel lernst du genau, was die Kickback Rig ist, wie du sie aufbaust und wann du sie am besten einsetzt.
Was ist die Kickback Rig?
Die Kickback Rig ist eine Finesse-Montage, bei der das Blei nicht direkt am Kunstköder befestigt ist, sondern an einer kurzen Seitenleine über dem Köder. Dadurch entsteht ein einzigartiger Effekt:
- Beim Einholen beschleunigt der Köder in Richtung Angler
- Sobald du stoppst, "kickt" der Köder leicht nach hinten
- Danach sinkt er langsam und schwerelos zurück zum Boden
Dieses Verhalten imitiert perfekt einen verletzten oder suchenden Beutefisch. Gerade diese unvorhersehbare Bewegung macht diese Rig so effektiv.
Warum die Kickback Rig wählen?
Die Stärke der Kickback Rig liegt in der Kombination aus Bodenkontakt und Schwebeaktion. Das bringt mehrere Vorteile:
- Natürliches Köderverhalten
- Minimale Widerstandskraft beim Biss
- Sehr geeignet für Dressurgewässer
- Weniger Gefahr des Hängenbleibens
- Geeignet für Ufer- und Bootsangeln
Besonders in kalten Perioden oder bei schwer fangbaren Fischen ist dies oft ein echter Gamechanger.

Benötigtes Material für die Kickback Rig
Für die Herstellung einer Kickback Rig benötigst du wenig Material:
Grundmaterial
- Geflochtene Hauptschnur (z.B. 0,08 - 0,14 mm)
- Fluorocarbon (2 verschiedene Durchmesser)
- Dropshot-Blei (1,8 - 21 Gramm)
- Dropshot-Haken oder Offset-Haken
Aufbau der Kickback Rig
Der korrekte Aufbau der Kickback Rig ist entscheidend für eine gute Funktion.
Schritt 1: Hauptschnur verbinden
Verbinde deine geflochtene Schnur mit Fluorocarbon mit einem Albright-Knoten. Verwende dabei ein dünneres Fluorocarbon für die Hauptschnur.
Schritt 2: Seitenleine herstellen
Bilde eine Schlaufe mit zwei verschiedenen Durchmessern Fluorocarbon. Führe die dickere Schnur dreimal durch die Schlaufe und ziehe sie fest an.

Schritt 3: Fertigstellung
- Befestige den Haken mit einem Clinchknoten an der Hauptschnur
- Befestige das Dropshot-Blei an der Seitenleine
Tipp: Verwende einen Offset-Haken für eine weedless Präsentation in hindernisreichen Zonen.

Wie angelt man mit der Kickback Rig?
Die Technik ähnelt dem Angeln mit einer Carolina Rig, ist aber subtiler.
Grundtechnik
- Wirf die Rig aus und lass sie zum Boden sinken
- Drehe langsam an der Stationärrolle
- Stoppe kurz mit dem Einholen
- Lass den Köder während der Schwebephase seine Arbeit tun
Wichtig: Die meisten Bisse erfolgen während des Moments, in dem der Köder zurücksinkt.
Tipps für mehr Erfolg
- Verwende kleine Schläge der Stationärrolle
- Halte konstanten Kontakt zum Boden
- Angel langsamer bei kaltem Wasser
- Experimentiere mit der Länge der Seitenleine
Beste Bedingungen für die Kickback Rig
Die Kickback Rig entfaltet ihre Wirkung am besten in:
- Strukturreichen Böden
- Abhängen und Übergängen
- Miesmuschelbänken
- Wasserpflanzen
- Dressurgewässer
Da das Blei vorne läuft, kannst du schwer befischbare Stellen effektiv angehen.
Welche Softbaits funktionieren am besten?
Die Wahl des Kunstköders bestimmt stark, wie sich die Rig verhält.
Empfehlungen
- Creature Baits
- Krebsimitationen
- Tubes
- Schlanke Shads
Schwimmende Softbaits verstärken den Kickback-Effekt, während sinkende Köderarten subtiler wirken.

Häufige Fehler
Um das Maximum aus der Kickback Rig herauszuholen, vermeide diese Fehler:
- Zu schnelles Einholen
- Zu lange Seitenleine verwenden
- Falsches Gewicht wählen
- Keine Pausen einlegen
Fazit: Wann benutzt man die Kickback Rig?
Die Kickback Rig ist ideal, wenn Fische schwer auf traditionellen Kunstköder reagieren. Dank der einzigartigen Aktion, minimalem Widerstand und Vielseitigkeit ist es eine Must-Have-Technik für jeden Raubfischangler.