Gratis Versand ab €175 (DE)

Über 15.000 Artikel sofort online verfügbar
Heute bestellt, in 2–3 Werktagen geliefert

Hecht Kiemengriff: Hecht Sicher Landen Ohne Schaden

De kieuwgreep: controle, respect en vertrouwen aan de waterkant - Hengelsport De Goeie Vangst

Für viele Raubfischangler gibt es einen Moment, in dem alles zusammenkommt: das Landen des Fisches. Du hast den Biss gespürt, den Drill überstanden und dann liegt er da; ein Hecht mit Kraft, Zähnen und Charakter. Genau in diesem Moment kommt der Kiemengriff ins Spiel. Nicht als Trick, sondern als eine Fähigkeit, die auf Kontrolle, Sicherheit und Respekt für den Fisch basiert.

In diesem Blog lernst du nicht nur wie du den Kiemengriff ausführst, sondern vor allem wann, warum und was du besser nicht tust. Denn darin liegt der Unterschied zwischen einfach etwas nachmachen und wirklich gut angeln lernen.

Was ist der Kiemengriff eigentlich?

Der Kiemengriff ist eine Methode, um einen Hecht fest über die Kiemenöffnung zu greifen, sodass du ihn sicher aushaken und eventuell kurz anheben kannst. Das Ziel ist einfach: maximale Kontrolle, minimale Schäden.

Aber täusche dich nicht, es ist keine „Standardhandlung“. Es ist eine Technik, die du bewusst je nach Situation einsetzt.

Wann benutzt man den Kiemengriff (und wann nicht)?

Ein häufiger Fehler ist, dass Angler den Kiemengriff immer anwenden wollen. Das ist nicht nötig und manchmal sogar unklug.

Wann verwenden:

  • Der Hecht groß genug für einen stabilen Griff ist
  • Du gut siehst, wo die Haken sitzen
  • Du ausreichend Kontrolle über den Fisch hast

Nicht verwenden, wenn:

  • Der Haken tief oder ungünstig sitzt
  • Der Fisch klein und unruhig ist
  • Du an deinem Griff zweifelst

In diesen Fällen ist ein Kescher oder Nackengriff oft die bessere Wahl.

Schritt für Schritt: So führst du den Kiemengriff korrekt aus

1. Erst schauen, dann handeln

Bevor du irgendetwas tust: Überprüfe, wo die Haken sitzen. Das verhindert, dass deine Hand mit Drillingen in Berührung kommt – ein Klassiker unter Anfängerfehlern.

2. Vorsichtig unter den Kiemendeckel gehen

Schiebe deine Finger nur ein kleines Stück unter den Kiemendeckel. Tiefer ist nicht besser, im Gegenteil, das erhöht die Gefahr von Schäden an den Kiemenbögen.

3. Nach vorne bewegen, nicht nach innen

Gleite mit deinen Fingern in Richtung Maulöffnung. Du folgst gewissermaßen der Innenseite der Kiemen, ohne die empfindlichen Strukturen zu berühren.

4. Einen festen, aber kontrollierten Griff machen

Platziere deinen Daumen unter dem Kinn und klemme den Fisch leicht fest. Keine rohe Gewalt, der Griff kommt von der Position, nicht vom Drücken.

5. Immer mit der anderen Hand unterstützen

Heb den Hecht niemals nur am Kiemengriff an. Unterstütze den Körper, besonders bei größeren Fischen. Das verhindert Schäden am Kiefer und an der Kiemenstruktur.

Die größten Fehler (und wie du sie vermeidest)

Selbst erfahrene Angler machen Fehler. Dies sind die häufigsten:

Zu tief in die Kiemen gehen
→ Kann die Kiemenbögen beschädigen und den Fisch schwer verletzen

Keine Unterstützung geben
→ Führt zu Überlastung des Kiefers

Zu hastig handeln
→ Erhöht die Verletzungsgefahr für dich und den Fisch

Blindes Vertrauen auf Handschuhe
→ Weniger Gefühl = weniger Kontrolle

Die Quintessenz? Ruhe und Präzision gewinnen immer gegen Geschwindigkeit.

Großer vs. kleiner Hecht: eine Welt voller Unterschiede

Erstaunlicherweise ist ein großer Hecht oft leichter zu handhaben als ein kleiner.

  • Großer Hecht: mehr Platz für deine Hand, oft ruhiger
  • Kleiner Hecht: weniger Griff, mehr unerwartete Bewegungen

Bei kleineren Exemplaren ist Vorsicht also noch wichtiger, und manchmal ist eine andere Landungsmethode einfach besser.

Sicherheit: für dich und den Hecht

Der Kiemengriff hat zwei Seiten. Gut ausgeführt ist es eine fischfreundliche Technik. Schlecht ausgeführt kann sie Schäden verursachen.

Für den Fisch:

  • Berühre die Kiemenbögen nicht
  • Begrenze die Zeit über Wasser
  • Überprüfe beim Zurücksetzen, ob die Kiemen gut bewegen

Für dich selbst:

  • Achte auf Drillinge
  • Erwarte immer eine plötzliche Bewegung
  • Arbeite ruhig und kontrolliert

Ja, ein Kratzer oder Schnitt gehört manchmal dazu, aber das bedeutet nicht, dass du rücksichtslos sein solltest.

Eine andere Sichtweise: weniger heben, mehr im Wasser

Immer mehr Angler entscheiden sich dafür, Hechte so viel wie möglich im Wasser zu haken. Das ist oft die sicherste Option:

  • Der Fisch wird vom Wasser getragen
  • Weniger Stress und Schäden
  • Mehr Kontrolle bei unerwarteten Bewegungen

Der Kiemengriff bleibt nützlich, muss aber nicht immer der Endpunkt sein.

Zum Schluss: Können statt Angeben

Der Kiemengriff ist kein Beweis dafür, „wie cool du bist“, sondern dafür, wie sorgfältig du mit deinem Fang umgehst. Den Unterschied siehst du nicht nur in deiner Technik, sondern auch darin, wie schnell und sauber du einen Fisch wieder schwimmen lässt.

Übung hilft, aber Bewusstsein macht den Unterschied.

Also nimm dir beim nächsten Mal, wenn du einen Hecht landest, diese eine Sekunde extra. Schau, denke und handle, in dieser Reihenfolge.