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Ned Rig

Das Ned Rig ist eine subtile, aber äußerst effektive Finesse-Technik aus den USA. Die Methode überzeugt durch ihre Einfachheit: ein kleiner Jighead mit einem aufrecht stehenden Softbait, der scheinbar fast regungslos über den Grund bewegt wird. Genau diese minimale Aktion macht ihn für Barsch, Zander und sogar Forelle besonders reizvoll.
Die Stärke des Ned Rigs liegt in der natürlichen Präsentation. Der Köder bleibt lange in der Strike Zone, was ideal für träge oder vorsichtige Fische ist, besonders in kalten Monaten oder in klarem Wasser. Ob Stadtgewässer, Kiessee oder Kanal: Das Ned Rig ist eine ruhige, aber sehr fängige Methode, wenn andere Techniken versagen.

Ned-Rig-Kunstköder

Kurze, stumpfe Softbaits wie der Z-Man TRD oder Westin Ned Worm erzeugen feine Bewegungen, ohne dass du viel Aktion geben musst. Das auftreibende Material hält den Köder in einer natürlichen Position.

Ned-Rig-Jigheads

Der flache Kopf des Ned-Jigheads sorgt dafür, dass der Köder aufrecht am Grund steht. Wähle das Gewicht, meist 2-4 Gramm, je nach Tiefe und Strömung. Tungsten-Varianten bieten mehr Rückmeldung und sind umweltfreundlicher als Blei.

Rute

Verwende eine leichte bis medium-leichte Spinnrute mit 5-20 g Wurfgewicht und sensibler Spitzenaktion. So spürst du selbst kleinste Kontakte am Grund.

Schnur und Vorfach

Eine dünne geflochtene Schnur (0,06-0,10 mm) in Kombination mit einem Fluorocarbon-Vorfach sorgt für maximale Bisserkennung und eine natürliche Präsentation.

Rolle

Eine leichte Rolle der Größe 1000-2500 mit fein laufender Bremse macht das Setup komplett und hält die Finesse-Montage sauber ausbalanciert.

Tipps & Tricks

Bewege weniger, als du denkst: Die Stärke des Ned Rigs liegt in den Pausen. Oft ist Stillstand genau richtig.


Fische langsam: Kleine Zupfer mit der Rutenspitze und kurze Pausen machen den Unterschied, besonders bei kaltem Wasser.


Nutze auftreibende Softbaits: Sie stehen besser aufrecht und wirken natürlicher.


Experimentiere mit Farben: In klarem Wasser funktionieren natürliche Töne wie Green Pumpkin oder Beige, in trübem Wasser auffälligere Kontraste.


Achte auf feine Bisse: Ein leichter Tick oder eine kleine Veränderung der Schnurspannung kann schon bedeuten, dass ein Barsch den Köder aufgenommen hat.